Seit Anfang 2023 besteht sie – Dot Adopt, eine hundertprozentige Tochter der We are Family. Dot Adopt ist unsere Designagentur für grafische Produktion in Argentinien. Rebecca Duden, CEO der We are Family, ist Gründerin der Dot Adopt, Pablo González ist Kreativdirektor. Mit ihnen haben wir über Dot Adopt gesprochen.

 

Liebe Rebecca, Dot Adopt, was ist das?

Unsere hunderprozentige Tochter! Dot Adopt ist unsere Designagentur in Argentinien und Stuttgart. Unser argentinisches Team ist spezialisiert auf grafische Produktion. Und was besonders praktisch ist: Dot Adopt arbeitet aufgrund der Zeitverschiebung in Verlängerung des deutschen Arbeitstags. So können wir viel schnellere Lösungen liefern – auch im Pitch – und natürlich zu einem Preis-Leistungsverhältnis, das top ist.  
Kreativ exzellent sind wir in Zusammenarbeit mit We are Family – quasi unsere deutsche Brücke. Hier in Deutschland verantwortet Pablo als Kreativdirektor die Arbeit der Dot Adopt mit. Hier liegt auch die Konzeption und der Kundenkontakt – auf Deutsch, Englisch und Spanisch! 
Dot Adopt war erstmal nur als hauseigene Tochter geplant. Aber das Modell funktioniert so gut, dass wir es in den Rollout bringen, auch für andere Agenturen und Kunden aus dem B2B- und B2C-Bereich.

 

Wieso habt ihr euch zur Gründung entschlossen?

Rebecca: Das war mitten in der Corona-Zeit. Fachkräftemangel war da schon ein echtes Thema. Wir haben einfach keine exzellenten Leute gefunden – die Bewerbungen waren Grütze... Dass das in anderen Ländern ganz anders ist, wussten wir von unseren internationalen Kolleg:innen aus dem We are Family Agenturnetzwerk. Borja, der CEO der We are Family Iberia, hat dann für uns Stellen im Bereich Grafikdesign ausgeschrieben: Das hat die Posteingänge komplett lahmgelegt! Wir haben hunderte, qualifizierte Bewerbungen bekommen, Borja hat uns eine Shortlist gemacht und wir haben zwei Personen eingestellt – Olga arbeitet noch heute bei uns, inzwischen am Standort Stuttgart. Dann kam „unser“ Argentinier Pablo, der in Rosario Inhaber einer Agentur gewesen ist, zu uns in Stuttgart ins Team: Erst als Senior Art Director als Elternzeitvertretung – völlig überqualifiziert! – dann als Kreativdirektor. Wir hatten schnell für uns klar: Die Vorteile eines Teams in Spanien bekommen wir in Argentinien noch weiter verbessert. Damit war die Idee geboren. Inzwischen hat Pablo ein 15-köpfiges Motion & Design Team in 2 Ländern, das für ihn arbeitet. 

Pablo: Bevor ich nach Deutschland kam, hatte ich in Rosario eine Designagentur. So viele hochqualifizierte Bewerbungen, wie ich sie von dort gewohnt war, gab es hier einfach nicht. Und Argentinien hat noch einen weiteren Vorteil: Wir können zeiteffizient arbeiten aufgrund der Zeitverschiebung. Der nächste Schritt lag dann nahe: Wir haben die Dot Adopt gegründet und ich habe gemeinsam mit Diego, der vor Ort das Office in Rosario managt, ein exzellentes Grafikteam aufgebaut. Anina und Germina aus meinem Stuttgarter Team steuern das Team auf Ebene des Projektmanagements und sind Ansprechpartnerinnen für unsere Kund:innen. Ich steuere das Team auf Ebene der kreativen Leistung. Und damit gelingt, was unser Ziel war: Ausgezeichnete und dennoch effiziente Kreativleistung. Braucht es strategisch, konzeptionell oder auch in Sachen Motion mal etwas mehr, kann die We are Family Germany Switzerland Austria am Standort Stuttgart immer aushelfen. Das macht uns extrem schlagkräftig. Das müssen wir auch sein. Denn neben den nationalen Anfragen der We are Family im deutssprachigen Markt, bedienen wir auch internationale Anfragen aus dem Netzwerk, unsere Partneragenturen und sind Leadagentur für unser eigenes We are Family Corporate Design – und das in der Implementierung weltweit. Und jetzt, weil uns nicht langweilig werden soll: Wollen wir eben auch Agentur- und Corporate Kunden mit dem erprobten Modell betreuen.

 

Pablo, welche Geschichte steckt hinter dem Namen?

Die Namensfindung war eine wahre Herausforderung. Es ist ein Name mit Geschichte und ein Name, der unsere Identität und unseren Anspruch zusammenfasst: Dot Adopt – Adopt a Dot. Dahinter steht die Idee des Punktes. Der Punkt, der die kleinste visuelle Einheit ist, der kleine, aber bedeutsame Punkt, den wir aussuchen, der Punkt, der sich zum großen Ganzen fügt und vor allem: Der Punkt, der sich ganz flexibel, fast schon unbemerkt, in Arbeitsprozesse einfügt.

Denn der Name ist Programm: Dot Adopt ist der „dot to adopt“. Wir arbeiten nicht nur im B2C-Bereich, sondern auch im B2B-Bereich und als Partner von Bestandsagenturen oder hauseigenen Grafikabteilungen unserer Kund:innen. Damit das klappt, fügen wir uns in bestehende Prozesse und Strukturen ein – flexibel wie ein kleiner Punkt. Der Punkt, der es ausmacht! 

 

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Dot Adopt?

Rebecca: In einem Wort? Flexibel! Wir sind Business-Partner für andere Agenturen, die auf die Leistungen der Dot Adopt zugreifen wollen: Fokus liegt für uns auf der grafischen Umsetzung, Konzeption bieten wir aber auch an. Wir arbeiten mit den Grafikabteilungen unserer Kund:innen zusammen und wir arbeiten im direkten Kundenauftrag.

Pablo: Unserere Arbeit in der Dot Adopt startet auf zwei Wegen: Entweder mit einem Briefing, auf dessen Grundlage unser Stuttgarter Team ein Design-Konzept entwickelt, oder mit dem fertigen Designkonzept, das der:die Kund:in, unsere Partneragentur oder die jeweilige Grafikabteilung anliefert. Uns ist der Austausch mit den Kund:innen wichtig, deswegen gibt es immer einen Kick-Off-Termin. Auf dessen Grundlage startet unser argentinisches Team mit der grafischen Arbeit. Ich kümmere mich persönlich um die Qualitätsprüfung. Erst wenn alles passt, erhält unser:e Kund:in dann den Auftrag zur Freigabe.

 

Pablo, welche Leistungen bietet Dot Adopt an?

Alles, was unter grafische Produktion fällt: Print, Digital, Websites, Apps, Design 2 D und 3 D, natürlich auch Motion und Video – dafür haben wir jeweils eigene Spezialist:innen im Team. Wir decken damit das Leistungsspektrum von Kampagnen- und Konzeptdesign, Corporate Design, Kommunikationsdesign, UI Design bis Motion Graphics ab. Und wann immer unsere Kund:innen es wünschen, begleiten wir ihre Projekte mit unserem Konzeptionsteam in Stuttgart. 

 

Rebecca, wo und wie kann man mehr über Dot Adopt erfahren?

Im Moment am besten über LinkedIn oder persönlich. Wir sind noch im Aufbau, basteln gerade an der Website und sind im Onboarding erster Kund:innen. Alle Interessierten können sich an mich oder Anina Stocker (info@dot-adopt.com) wenden – dann plaudern wir über Wünsche und Möglichkeiten. 

Warum die Website noch nicht steht, fragt sich jetzt sicher der ein oder die andere: Pablos Anspruch ist mitunter limitierend für die Ansprüche meiner internen Deadlines. *lacht* Nein im Ernst: Die kommt bald. Nur Geduld. Es war und ist viel los bei uns. Und gerade das Designteam kann sich nie über zu wenig Arbeit beklagen. Was Pablos Team abliefert, ist immer von höchster Qualität – das braucht manchmal Zeit. Und wenn wir dann nicht kundengetrieben sind: Lassen wir uns grade bei internen Themen wirklich Zeit bis alles so ist, wie wir es haben wollen. 

 

Rebecca, was ist euer nächster Schritt?

Wir wollen wachsen: Unser Team und unseren Kundenstamm weiter aufbauen. Beide Firmen wachsen im Moment mit hoher Geschwindigkeit. Da ist auf beiden Seiten Fokus angesagt.