Digitale Lerntools im Elterncheck – Marktforschung für das SZ Institut

We are Family hat im Auftrag des SZ Institut eine quantitative Elternbefragung (n=1.210) konzipiert und durchgeführt, die 98 Lerntools nach sechs Kriterien bewertete und in ein mehrdimensionales Ranking überführte, um Eltern im unübersichtlichen Markt digitaler Lerntools Orientierung zu bieten. 

Junge lernt am Schreibtisch mit einem digitalen Lerntool am Tablet
Junge lernt am Schreibtisch mit einem digitalen Lerntool am Tablet
 

Unser Kunde

Das SZ Institutist derThink Tank der Süddeutschen Zeitung und gestaltet gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft die Zukunft der Kommunikation. Mit unabhängigen Rankings, fundierten Erhebungen und individuellen Methodiken schafft es Orientierung und Transparenz in unübersichtlichen Märkten. Die Ergebnisse machen herausragende Unternehmen sichtbar, bieten Leser:innen eine verlässliche Grundlage für Entscheidungen und mit den Qualitätssiegeln Orientierung auf dem deutschen Markt.

DIE AUFGABE

Unsere Aufgabe bestand in der Konzeption und Durchführung einer unabhängigen, methodisch robusten und statistisch belastbaren Marktforschungsstudie zu digitalen Lerntools. Im Anschluss sollte ein Ranking entstehen, das Eltern von Schulkindern als glaubwürdige Bewertungsbasis dient und Orientierung bei der Auswahl von geeigneten Lerntools bietet.

Unsere Lösung

Forschungsbasierte Bewertung: Von der Toolauswahl bis zum publizierten Ranking

Wir entwickelten ein mehrstufiges Studiendesign, das quantitative Befragungsdaten mit einer systematischen Vorauswahl kombinierte. Dabei gewährleistete unser Studiendesign, dass die Ergebnisse kriterienübergreifend, kategoriebezogen und fachspezifisch auswertbar waren – eine Voraussetzung für die mehrdimensionale Ranking-Architektur. Tools mit mindestens 50 validen Bewertungen nahmen wir anschließend ins offizielle SZ-Instiut-Ranking auf.

Tool-Auswahl & Vorstudie: Zweistufiger Prozess stellt systematische und praxisnahe Untersuchung sicher

Im ersten Schritt identifizierten wir mittels systematischer Desk-Research-Analyse 74 digitale Lerntools, die den Definitionskriterien entsprachen. Die Recherche umfasste Apps, Webplattformen und Lernangebote für Schulkinder von fünf bis 16 Jahren und bildete das Fundament der zweistufigen Tool-Auswahl.

Eine explorative Vorstudie mit 200 Eltern deckte 24 zusätzliche, im Alltag genutzte Lerntools auf, die in der reinen Desk Research nicht sichtbar waren. Die Rekrutierung der Stichprobe für die Vorstudie erfolgte über ein etabliertes Online-Panel. So stellten wir sicher, dass das finale Set von 98 Tools den tatsächlichen Nutzungsalltag von Familien abbildet.

Studiendesign & Erhebung: Sechs Kriterien – 15 Items – 1.210 Eltern

Wir konzipierten ein standardisiertes Befragungsinstrument mit 15 Items auf fünfstufiger Likert-Skala, verteilt auf sechs Bewertungskriterien:

  • Lernfortschritt
  • Motivation
  • Benutzerfreundlichkeit
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Vertrauen
  • Weiterempfehlung

1.210 Eltern von schulpflichtigen Kindern bewerteten die 98 Lerntools in einer standardisierten, repräsentativen Online-Befragung im April 2026. Die Stichprobe wurde hinsichtlich des Geschlechts der Befragten und des Alters der Kinder ausgewogen zusammengesetzt. Jedes Tool wurde nach allen sechs Kriterien bewertet.

Ein Vater unterstützt seinen Sohn bei Lernen mit einem digitalen Lerntool
Ein Vater unterstützt seinen Sohn bei Lernen mit einem digitalen Lerntool
 

Datenanalyse & Ranking: Von Rohdaten zum mehrdimensionalen Ranking

Wir berechneten pro Tool und Kriterium den Mittelwert der zugehörigen Items und ermittelten den Gesamtscore als Durchschnitt aller Kriterien. Nur Tools mit ≥50 Bewertungen (55 von 98) nahmen wir ins finale SZ-Institut-Ranking auf. Die Normalisierung auf eine 0–100-Skala ermöglichte die vergleichbare Darstellung über Gesamt-, Kriterien-, Kategorie- und Fachranglisten hinweg.

Publikation & Qualitätssiegel: Vom Forschungsergebnis zum Vertriebsprodukt

Das SZ Institut veröffentlichte die Studienergebnisse als redaktionelle Sonderveröffentlichung auf sueddeutsche.de – eine unabhängige, journalistisch aufbereitete Orientierungshilfe für Eltern im unübersichtlichen Markt digitaler Lerntools.

Die Relevanz dieser Orientierung zeigt unsere Studie deutlich: 47 Prozent der Grundschulkinder und 55 Prozent der Sekundarschulkinder nutzen digitale Lerntools regelmäßig zu Hause. Gleichzeitig verfolgen 63 Prozent der Eltern den Lernfortschritt ihres Kindes mindestens einmal pro Woche, 10 Prozent sogar täglich. Eltern sehen sich zunehmend in der Verantwortung – und brauchen fundierte Entscheidungsgrundlagen. Genau hier setzt das Ranking an: Es bietet datenbasierte Transparenz und macht Qualitätsunterschiede sichtbar. Die bestplatzierten Lerntools erhielten das Qualitätssiegel „Beste Lerntools 2026“, das lizenziert und für die Kommunikation der Anbieter genutzt werden kann – ein direktes Vertriebsprodukt aus unserer Forschungsarbeit.

Du willst mehr über unsere Forschung und das Ranking erfahren?
Studienleiter Dr. phil. Moritz Brüstle war im Lern-Fair-Podcast zu Gast und plaudert mit den Anbietern des viertplatzierten Lerntools des Gesamtrankings.

Die Next Gen und ihre Wegbegleitenden sollen es feiern?